Tutorial - 6
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Zusammenfassung des Bisherigen

In den ersten Übungen wurde gezeigt, wie Fenster (beziehungsweise Dialogboxen) bei ihrem Erscheinen durch Tastatur- oder Mausaktionen automatisierbar sind. Dann wurde demonstriert, wie in Anwendungen selbstdefinierte Funktionen oder Shortcuts für bestehende Funktionen per Tastenkürzel oder Mausklick ausgelöst werden.

Zur Auslösung dieser Aktionen wurde in den Registern Fenster, Tastatur oder. Maus eine Überwachung der entsprechenden Ereignisse durch einen Datensatz definiert.

Solche Ereignisdatensätze können Sie analog in den Registerkarten Zeit, Zwischenablage und Datei anlegen, um Aktionen zeitgesteuert, beim Einfügen in die Zwischenablage oder bei Veränderung eines Verzeichnisinhaltes auszulösen.
Die Funktion dieser Registerkarten können Sie nun "auf eigene Faust" erkunden, da sich ihr Aufbau lediglich durch die mittlere Spalte der Datensätze unterscheidet. Diese Spalte erlaubt die Auswahl von Filter-Kriterien, welche spezifisch für die jeweilige Ereignisart sind.
Hinweise auch zu den noch nicht besprochenen Funktionen erhalten Sie über so genannte Tooltipps, wenn Sie den Mauszeiger auf einem Bedienelement verweilen lassen und natürlich im Hilfedokument. Auch auf die Referenzkarte  zum handlichen Nachschlagen der wichtigsten Informationen sei hier noch einmal hingewiesen

Wie in den ersten beiden Übungen gezeigt, lassen sich die Beispielskripte mit Startparametern steuern und an die häufigsten Standardaufgaben anpassen.
Für viele Anwender ist daher eine inhaltliche Beschäftigung mit den beiliegenden Skripten nicht oder nur im Ausnahmefall notwendig.

Wenn aber sehr spezielle oder komplexe Aufgabenstellungen vorliegen, lassen sich durch Erstellen eigner Skripte oder Weiterentwicklung der Beispielskripte auch sehr knifflige oder umfangreiche Probleme lösen.
Sie brauchen dabei zwar kein spezielles Know-How zur Automatisierung unter Windows, aber noch ein wenig Zubehör-Software, die die Arbeit mit Skripten übersichtlicher und besser nachvollziehbar macht.
Wie Sie dieses Zubehör über einen Assistenten automatisch installieren und in Workarkarounder integrieren, erfahren Sie in der nächsten Übung.

Übung 6: Skripte bearbeiten  & Tools in Workarounder einsetzen

Über Optionen/Zusatz-Tools können Sie benutzerdefinierte Tools Ihrer Wahl in Workarounder integrieren.

Bisher haben Sie Skripte per Doppelklick auf das Skript-Auswahlfeld im Windows-Editor Notepad geöffnet. Dies liegt daran, dass dieses Programm in den Zusatz-Tools-Optionen als Editor eingetragen war (siehe Abbildung). Wir empfehlen Ihnen aber Notepad++ als wesentlich leistungsfähigeren und frei verfügbaren Ersatz.

In die Eingabefelder für benutzerdefinierte Hilfedokumente können Sie bis zu 3 frei wählbaren Dateien eintragen, die Sie dann über das Hilfe-Menü des Workarounder-Hauptfensters anzeigen können.
Beispielsweise könnten Sie über den unten links abgebildeten Internet-Link auf unserer Webseite ein PDF-Dokument mit einer Blitzeinführung zum Thema VisaualBasic-Scripting herunterladen. Via Rechtsklick öffnen Sie dann im Kontextmenü des Eingabefeldes den Dateiauswahldialog und geben den Pfad zum Dokument an (siehe Abbildung). 
 

   

 


Insbesondere empfehlen wir Ihnen die von Microsoft zur Verfügung gestellte Scripting-Hilfe. Hier sind alle VBS-Befehle erläutert:
 

   

 


Neben dieser Hilfedatei und dem bereits als Editor empfohlenen Notepad++ benötigen Sie noch den Microsoft Skript-Debugger.  Damit können Sie Skripte zeilenweise kontrolliert ablaufen lassen und dadurch ihre Funktion (oder aber ihre Fehler) besser nachvollziehbar machen.

Um diese drei Tools zu installieren und zu konfigurieren, starten sie nun den Assistenten über die Schaltfläche unten rechts im Options-Dialog. 

Hinweis:
Falls Sie die Pro-Edition verwenden und bei der Installation individuelle Einstellungen für alle Benutzer des PCs gewählt haben, so müssen Sie Workarounder zunächst mit Administratorrechten starten, um den Assistenten nutzen zu können. Einen solchen Start nehmen Sie über das entsprechende Symbol in der Workarounder-Programmgruppe im Startmenü vor.

Installation des Zubehörs mit dem Assistenten

Der Assistent soll natürlich in allen möglichen Situationen selbsterklärend sein, was leider mit einer gewissen "Textlastigkeit" verbunden ist.
Daher hier der Hinweis auf theoretisch mögliche Problemstellen, die den Anwender überraschen könnten, wenn er einfach nur die Voreinstellungen bestätigt und "Weiter" klickt:

  • Ihrem Virenscanner könnte das Skript verdächtig vorkommen, welches den Download der Installationsdateien aus dem Internet durchführt.
    In diesem Fall lassen Sie Ihren Virenscanner das Skript löschen und starten den Assistenten ein zweites Mal. Dabei kommt dann eine 2. Skriptversion zum Einsatz, die der Virenscanner hoffentlich akzeptiert.
    Andernfalls bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den Assistenten ein drittes Mal zu starten und die Software von Hand herunter zu laden und zu installieren oder Ihren Virenscanner anders zu konfigurieren.
  • Unter Umständen ist die zum Download empfohlene Version von Notepad++ aktueller, als die von Ihnen eingesetzte Workarounder-Version und mit dem Assistenten nicht mehr kompatibel.
    In diesem Fall könnte Sie der Assistent zum Update von Workarounder auffordern.
     

Einsatz des Zubehörs

Notepad++

Nach Abschluss des Assistenten öffnet sich Notepad++ mit einem Hinweistext zu den installierten Features:

   

 


Probieren Sie, wie abgebildet und im Text beschrieben, die Textbausteine im Makro-Menü aus oder AutoAusfüllen z.B. für die Syntax des Button-Objektes.
Dies erspart Ihnen neben der Tipparbeit auch oft  das Nachschlagen in der Dokumentation: Alle Methoden und Eigenschaften der Workrounder-Automatisierungs-Objekte können mit Angabe ihrer Parameter aus einer Liste ausgewählt werden. Parameter, deren Name mit einem °-Zeichen anfangen, sind übrigens optionale Parameter, die auch weggelassen werden können.

Im Ausführen-Menü von Notepad++ verfügen Sie außerdem nun über Einträge zum Starten und Debuggen von Skripten, sowie zum Aufruf der installierten Hilfe-Datei.
Bevor Sie diese Menü-Einträge testen, sollten Sie allerdings Notepad++ zunächst einmal schließen.
Laden Sie dann die Datei BeisSpiel.vbs etwa wie folgt in Notepad++ :
 

   
  1. Öffnen Sie im Windows-Startmenü die Programmgruppe "Workarounder"
  2. Wählen Sie dort den Ordner VB-Skripte
  3. Navigieren Sie ins Unterverzeichnis
    Demo Skripte\Verschiedenes
  4. Öffnen Sie die Datei per Rechtsklick über ihr Kontextmenü in Notepad++

 


Der dargestellte Weg zum Öffnen der Datei zeigt übrigens auch, wie man in das Skript-Verzeichnis bzw. in das Installationsverzeichnis von Workarounder gelangt.
Dieser Weg über die Programmgruppe im Startmenü funktioniert übrigens auch dann, wenn das Installationsverzeichnis über den Explorer normalerweise nicht auffindbar ist. Dies ist zum Beispiel unter Windows Vista der Fall, weil der übergeordnete Anwendungsdaten-Ordner versteckt ist und somit standardmäßig nicht angezeigt wird.

Der Debugger

Nachdem Sie das Skript in Notepad++ geöffnet haben, drücken Sie F9 oder wählen Sie im Ausführen-Menü den Eintrag "Skript starten".
Das Beispielskript legt sofort los und stellt Ihnen Rechenaufgaben aus dem kleinen Einmaleins. Antworten Sie schnell genug und korrekt, bekommen sogar eine kleine Melodie vorgespielt (Systemlautsprecher vorausgesetzt).
Beenden Sie das Skript mit Abbrechen, wenn Sie es durchprobiert haben.

Drücken Sie nun Shift+F9 oder wählen Sie im Ausführen-Menü den Eintrag "Skript debuggen". Am besten minimieren sie nun Notepad++.
Wenn alles korrekt installiert ist, sollten Sie den Text des Skriptes nun im Debugger-Fenster vor sich sehen.

Die aktuell zur Verarbeitung anstehende Zeile ist gelb markiert. Halten Sie im Skript-Text immer nach Kommentaren unterhalb der markierten Zeile Ausschau. Sie finden dort Anweisungen, um die Funktion des Debuggers auszuprobieren.
Drücken Sie, wie in der ersten Anweisung beschrieben, die Taste F5. Dadurch läuft das Skript weiter, bis es auf den nächsten Haltepunkt trifft.
(Sollen Sie die Input-Box des Skriptes nicht sehen können, so müssen Sie diese eventuell in den Vordergrund holen, weil weitere Programmfenster geöffnet sind.)

Im vorliegenden Fall ist dies ein "einprogrammierter", fixer Haltepunkt, nämlich die Stop-Zeile am Ende der Programmschleife. Sie können im Debugger aber auch flexible Haltepunkte mit der Taste F9 setzen.

Wenn Sie den weiteren Anweisungen folgen, sehen Sie, wie Sie mit wiederholtem Druck auf F8 das Skript zeilenweise ausführen. Mit Shift+F8 werden Funktionsaufrufe (hier die z.B. die Funktion "Zufallszahl") ohne Zwischenstopp abgearbeitet.

Die nachfolgend markiert abgebildete Zeile "Start= now" befüllt die Variable "Start" mit der aktuellen Zeit. Dies  ist aber zum abgebildeten Zeitpunkt noch nicht geschehen.
Wir interessieren uns vielmehr für die bereits abgearbeitete, darüber liegende Zeile.

Wenn Sie  im View-Menü das "Command Window" öffnen, können Sie das Ergebnis der Multiplikation (nämlich den Inhalt der Variable "Ergebnis") abfragen. Geben Sie dazu "?Ergebnis" ein und bestätigen Sie mit Enter. Statt selbst zu rechnen, können Sie nun den Wert aus der nächsten Zeile entnehmen.
 

   

 


Wenn Sie den Anweisungen im weiteren Programmverlauf folgen, sehen Sie, wie Sie den Inhalt von Variablen im Command Window nicht nur auslesen, sondern auch verändern können.
Sie können im Command-Window auch Prozeduren aufrufen und Anweisungen ausführen. Geben Sie z.B. "wscript.quit" ein, um das Skript abzubrechen (ansonsten wird es nämlich weiter ausgeführt, wenn Sie das Debugger-Fenster schließen).

Wechseln Sie abschließend wieder zu Workarounder.

Wenn Sie in den Optionen die Seite "Zusatz-Tools" öffnen, werden Sie feststellen, dass auch hier das neu installierte Zubehör eingetragen wurde. Dementsprechend können Sie Skripte direkt aus Workarounder in Notepad++ anzeigen oder auch debuggen (siehe Menüs aus der 1. Abbildung dieser Übung).
Wenn Sie den Debugger direkt aus Workarounder starten, werden dem Skript auch die eingetragenen Startparameter übergeben.

Sie haben nun gesehen, wie Sie Workarounder zur Schaltzentrale auch für die Entwicklung und das Testen von Skripten machen können. In der Rubrik "User-Tool" können Sie übrigens noch ein weiteres Programm zur Skript-Bearbeitung eintragen.  

Hinweis zum Flexi-Box-Objekt

Um den Überblick der Workarounder-Funktionen abzuschließen, bleibt noch ein Hinweis auf das Automatisierungsobjekt Flexibox, mit dem Sie in eigenen Skripten die Möglichkeiten zur Anzeige von Dialogboxen stark erweitern.
Ein Beispiel für den Einsatz der Flexibox ist der Assistent den Sie zur Installation der Zubehör-Software ausgeführt haben.
Normalerweise sind in Skripten nur sehr einfache Dialogboxen möglich. Zur Auswahl der zu installierenden Software wurde daher ein Flexi-Box-Objekt verwendet.

Ähnlich, wie für das Button-Objekt, hilft Ihnen ein Codegenerator mit grafischer Benutzeroberfläche, den Initialisierungscode für solche FlexiBox-Objekte zu erstellen. Diesen Codegenerator finden Sie im Tools-Menü des Workarounder-Hauptfensters.

Wie Sie das Flexibox-Objekt einsetzen, erlernen Sie am besten durch Ausprobieren anhand der FlexiBoxDemo in folgendem  Unterverzeichnis:
VB-Skripte\Demo Skripte\Verschiedenes.

 

Nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Tuning Ihrer Arbeitsabläufe und Anwendungen mit Workarounder!

   

 

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