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Damit der Skriptstart nicht auch durch solche Fenster ausgelöst wird, deren Titelzeile "Editor" nur als Teilausdruck beinhaltet, deaktivieren Sie außerdem noch die Checkbox "Fragment" für das aktivierte Fenster.
Die Checkbox "gEnAU" sorgt zusätzlich dafür, das beim Vergleich des Fenstertitels Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt wird.
Das durch den abgebildeten Datensatz definierte Ereignis wird überwacht, sobald Sie das Hauptfenster von Workarounder wieder geschlossen haben (z.B. mit dem Kreuzchen oben rechts im Hauptfenster).
Probieren Sie es aus:
Sobald Sie einen veränderten "Schmierzettel" schließen, wird nun die Abfrage zum Speichern der aktualisierten Datei automatisch mit "Nein" beantwortet.
Der abgebildete Datensatz bewirkt im Einzelnen Folgendes:
- Wenn ein Fenster mit dem Titel "Editor" aktiviert bzw. geöffnet wird ...
- ... und unmittelbar vorher ein Fenster aktiv war, dessen Titel folgenden Ausdruck beinhaltet: "Schmierzettel.txt - Editor" (ohne Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung), ...
- ... dann wird das Beispiel-Skript "TypeMessage.vbs" gestartet.
- Dem Skript wird der im Schritt 5. vorgegebene Ausdruck "%n" als Start-Parameter übergeben (Erklärung hierzu: siehe unten). Daher "weiss" das Skript, dass ein gleichzeitiger Druck der Tasten "Alt" und "n" simuliert werden soll. Dadurch wird die Dialogbox ohne zu speichern geschlossen.
Wenn Sie sich den Inhalt dieser Übung noch einmal verschaulicht haben möchten, können Sie dieses Demo-Video (mit Audio) herunterladen.
Das dort vorgeführte Ablauf ist praktisch identisch.
Da Skripte ähnliche Zugriffsmöglichkeiten auf Ihren Computer haben, wie herkömmliche Programme, können Skripte natürlich auch von Virenprogrammierern missbraucht werden. Insbesondere Skripte aus unbekannter oder nicht vertrauenswürdiger Quelle sollten Sie daher inhaltlich prüfen, bevor Sie sie auf Ihrem Computer starten.
Wenn Sie über eine virtuelle Windows-Installation verfügen, können Sie auch diese benutzen, um Skripte, bei
denen Unklarheiten bestehen, zu testen. Die Möglichkeit, dass ein Skript Schaden anrichten kann, lässt sich dadurch erheblich
verringern. Wir empfehlen hierfür die kostenlose Virtualisierungs-Software VirtualBox von Sun, mit der Workarounder kompatibel ist.
Virenscanner sind bei der Unterscheidung zwischen harmlosen und gefährlichen Skripten unterschiedlich treffsicher. Weniger gründliche Programme verdächtigen pauschal nahezu jedes Skript und machen die Arbeit mit Skripten dadurch unmöglich.
Sie können sicher sein, dass in die mit Workarounder gelieferten Skripte kein bösartiger Code eingebaut wurde. Ausserdem prüfen wir alle Skripte vor Auslieferung mit verschiedenen aktuellen Virenscannern. Insofern wird es sich um einen Fehlalarm handeln, wenn Ihr Virenscanner bei diesen Skripten Alarm schlägt.
Sollte Ihr Virenscanner bereits bei dem hier benutzten TypeMessage.vbs Probleme machen, dann können Sie für diese Übung stattdessen auch ein so genanntes "internes Skript" nämlich ">TypeMessage" auswählen.
So ein "internes Skript" ist eigentlich gar kein Skript, sondern eine Programmfunktion, die direkt von Workarounder ausgeführt wird, ohne den Windows-Scripting-Host zu benutzen. Sie können dieser Programmfunktion aber genauso Startparameter mitgeben, wie es bei einem richtigen Skript möglich ist. Vorteil solcher internen Skripten ist, dass sie wesentlich schneller und auch auf solchen Systemen ablaufen, auf denen kein Scripting Host installiert ist.
Wenn Ihr Virenscanner bei Skripten Probleme macht, haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Die betroffene Skriptdatei bzw. das Skriptverzeichnis von der Virenprüfung ausnehmen.
- Wenn dies nicht möglich ist, können Sie alle VBS- bzw. VBE-Dateien von der Virenprüfung ausnehmen oder die Skriptüberprüfung ganz abschalten.
- Auf einen anderen Virenscanner umsteigen. Mittlerweile sind mehrere Programme für den Privatgebrauch frei verfügbar, die mit Skripten angemessen umgehen können.
- Von einer vollständigen Deaktivierung des Virenscanners raten wir ab.
IIhnen sollte allerdings klar sein, dass durch fehlerhafte oder bösartige Parametrierung der beiliegenden Skripte natürlich Schaden verursachbar ist, hier ein Beispiel:
Wie Sie Ihren Computer mit automatischen Tastaturausgaben steuern können, haben Sie in dieser Übung gesehen. Wenn Sie wollten, könnten Sie hier theoretisch auch Tastaturbefehle vorgeben, die Ihre Festplatte formatieren oder anderen Schaden anrichten.
Wenn Sie in diese Richtung Bedenken wegen möglichem Zugriff Dritter auf Ihre Einstellungen haben, können Sie für den Zugang zum Workarounder-Hauptfenster unter Optionen/Daten ein Passwort vergeben.
Nun die versprochene Erläuterung zur automatischen Tataturausgabe:
Zunächst einmal sollte man (ggf. durch Probieren) ermitteln, welcher Tastendruck die gewünschte Reaktion der Dialogbox auslöst. Hilfreich ist es, wenn man zunächst die Alt-Taste drückt. Die Buchstaben, die in Kombination mit der Alt-Taste die Bedienelemente betätigen, erscheinen dann meist in den zugehörigen Beschriftungen unterstrichen.
Wenn Tastenkombinationen oder nichtdruckbare Tasten ausgegeben werden sollen, erfordern TypeMessage.vbs und ähnliche Skripte Parameterangaben mit speziellen Steuerzeichen.
Den notwendigen Code erhalten Sie automatisch, wenn Sie im Dialogfeld zur Erfassung der Parameter (Schritt 5, siehe oben) das entsprechende Kontrollkästchen aktivieren und im Eingabefeld die gewünschte Tastenkombination drücken (also in unserem Beispiel: Alt+n).
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Achtung: Wenn Sie im Parameter-Eingabefeld bereits vorhandenen Text editieren wollen, sollten Sie das Kontrollkästchen zuvor deaktivieren, weil sonst verschiedene Tasten nicht erwartungsgemäß funktionieren, sondern stattdessen Steuerzeichen produzieren!
Eine weitergehende Beschreibung dieser Steuerzeichen finden Sie auf der Referenzkarte oder, wenn Sie in der Hilfe-Datei nach "SendSystemsKeys" suchen.
Wesentlich ist jedoch Folgendes:
Gewöhnlichen Text einschließlich Leerzeichen, Ziffern und der meisten druckbaren Sonderzeichen können Sie im Klartext angeben.
Tastenkombinationen:
Tasten, die mit der Alt-Taste kombiniert werden, stellen Sie ein % voran.
Für die Umschalttaste (Shift) nehmen Sie: +
Für die Strg-Taste (Ctrl) nehmen Sie: ^
Für die Windows-Taste nehmen Sie: _
Beispiele: ^c (= Strg+c), +{F10} (= Shift+F10), %n (= Alt+n, siehe oben), _e (=Win+e)
Tastenwiederholungen:
können für die einzelne Tasten in geschweiften Klammern gemäß folgenden Beispielen angegeben werden:
{backspace 5} (= 5 mal Rücklöschtaste), {w 3}.workarounder.com (=www.workarounder.com}
Fazit und Ausblick
In dieser Übung haben Sie ein zentrales Element von Workarounder kennengelernt: Die Ereignisdatensätze.
Hier legen Sie fest, welche Art von Ereignis eine automatische Aktion auslösen soll und welche Randbedingungen hierfür gegeben sein müssen.
In den verschiedenen Registerkarten des Hauptfensters können Sie Datensätze zur Überwachung unterschiedlicher Ereignisarten (bzw. Trigger) anlegen.
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Die bei Ereigniseintritt automatisch auszuführende Aktion besteht immer im Start einer Datei. Dies kann z. B. ein Dokument sein, dass sich dann automatisch in der zugeordneten Anwendung öffnet.
In der Regel definieren Sie die Aktion aber durch Auswahl einer Skript-Datei und durch Festlegen von Startparametern für dieses Skript. (Für Startparameter ist übrigens auch die Bezeichnung "Argumente" gebräuchlich.)
Da Sie die beiliegenden Beispielskripte über solche Parameter sehr flexibel an Ihre Anwendungsfälle anpassen können, werden nahezu alle elementaren Automatisierungsvorgänge auf Basis dieser Vorgehensweise realisierbar.
In sofern entspricht es absolut dem Programmkonzept, wenn Sie Workarounder nutzen, ohne sich mit dem Inhalt von Skripten oder der Anwendung von Automatisierungsobjekten zu befassen.
Trotzdem werden Sie in den folgenden Übungen auch Einblick in Skripte bekommen. Vor Allem aber werden Sie die wichtigsten Programmmerkmale und Anwendungskonzepte anhand von weiteren Übungsbeispielen kennen lernen. Wir wollen Ihnen dadurch Ansatzpunkte vermitteln, mit denen Sie auch dann zum Ziel kommen, wenn ein Detail mal nicht auf standardmäßige Weise zu lösen ist.
Dazu sollten Sie wissen, dass in einem Skript zur Durchführung von komplexen Arbeitsschritten oft nur die richtige Methode eines Automatisierungsobjektes aufgerufen werden muss (ein "Einzeiler" also). Den Code zur Erzeugung und Parametrierung des Objektes liefert Ihnen Workarounder bei Bedarf automatisch.
Auch die meisten der Beispielskripte nutzen die von Workarounder zur Verfügung gestellten Automatisierungsobjekte.
Falls Sie mit der hier besprochenen Methode bereits erste Erfolge für Ihre eigenen Aufgabenstellungen erzielen möchten, hier noch ein paar Tipps für das eigenständige Erkunden weiterer Programmfunktionen:
- Wenn Sie Informationen zu den noch nicht besprochenen Bedienelementen des Hauptfensters benötigen, lassen Sie den Mauszeiger darauf verweilen, es erscheint ein kurzer Hilfetext (Tooltipp).
- Von besonderer Bedeutung sind die Schaltflächen am unteren Rand des Workarounder-Hauptfensters, neben der Schaltfläche "Neues Ereignis".
Sie werden benötigt, um zwischen Ereignisdatensätzen zu navigieren oder um den Editiermodus eines Datensatzes zu beenden und dabei die getätigten Änderungen zu bestätigen oder zu verwerfen.
- Drucken Sie die Referenzkarte aus (zu finden im Hilfe-Menü). Wenn man die beiden DIN A4-Seiten in eine Klarsichthülle steckt, hat man wichtige Informationen, z.B. eine Übersicht der Beispielskripte stets zur Hand.
Manchmal ist eine Dialogbox oder ein Fenster nicht wie hier erklärt, über Tastatureingaben ansteuerbar. Die nächste Übung zeigt Ihnen, wie Sie für solche Fälle einen automatischen Mausklick auf die gewünschte Schaltfläche ausführen lassen und wie Sie Ereignisse tastaturgesteuert auslösen.
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